Pressemitteilung des FDP-Ortsverbands Erkrath

„Was wird aus dem Euro?“ Einen besseren Termin als den Donnerstagabend hätte es kaum geben können, um diese Frage in der von der FDP Erkrath eingeladenen Experten-Runde zu diskutieren, nachdem sich der Euro-Gipfel in der Nacht zuvor in Brüssel auf einschneidende Maßnahmen zur Rettung der Schuldenkrise geeinigt hatte.

Der Erkrather FDP-Vorstand hatte die Teilnehmer mit Bedacht ausgewählt: Als Vertreter der Politik Alexander Alvaro, FDP, Mitglied des Europäischen Parlaments, als Vertreter der Banken und Sparkassen Wolfgang Soldin, Filialdirektor bei der Kreissparkasse, und als Vertreter der Realwirtschaft Dr. Michael Vogelsang, Chefvolkswirt beim BVMW – Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Berlin. Beleg für die aktuelle Dramatik in der Euro-Frage war, dass der als Vertreter der Presse angekündigte Dirk Heilmann, Chefökonom beim Handelsblatt, kurzfristig nach Athen beordert worden war, um mit einem Handelsblatt-Team direkt aus Griechenland zu berichten. An seiner Stelle nahm Frank Wiebe, Kolumnist beim Handelsblatt und ausgewiesener Finanz-Allrounder, an der Diskussionsrunde teil und füllte den Part der Presse hervorragend aus. Die anderen Experten standen dem um nichts nach, und so kam unter der gekonnten und souveränen Moderation von Dirk Wedel, dem Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Mettmann, in der mit ca. 70 Besuchern sehr gut besetzten Rosenhof-Bibliothek ein lebhafter Austausch zustande.

Was nicht überraschte: Keiner der Experten konnte verlässlich sagen, was aus dem Euro wird. Jeder legte aber auf seine Weise nachvollziehbar dar, wie er die Situation einschätzt und was seines Erachtens die Voraussetzungen für einen stabilen Euro sind. In einem waren sich alle einig: Das Schuldenmachen zu Lasten künftiger Generationen muss ein Ende haben, und das gilt nicht nur für Griechenland und Italien, sondern genauso für Deutschland.

Bemerkenswert, wie eindringlich Europa-Parlamentarier Alexander Alvaro, der auch Mitglied des FDP-Präsidiums ist, die Politik mahnte, damit aufzuhören, Wahlen mit Versprechungen gewinnen zu wollen, die nachher zu neuen Staatsschulden führen. Dies habe viel Glaubwürdigkeit gekostet. Nein, man müsse die Probleme beim Namen nennen und das tun, was für das Land richtig ist – und ggf. in Kauf nehmen, eine Wahl zu verlieren. Mit den am Donnerstag in Brüssel beschlossenen Euro-Rettungsmaßnahmen, die für Deutschland ein Ausfallrisiko von 211 Mrd. Euro beinhalten, sei das Ende erreicht. Mehr sei – so Alvaro – für Deutschland wirtschaftlich nicht zu vertreten und den Bürgern auch nicht zu vermitteln.

„Wir hatten Glück!“, resümierte Willy Blaßies, Vorsitzender der FDP Erkrath. „Glück mit dem Termin, mit dem Rosenhof als Veranstaltungsort, mit dem engagiert mitdiskutierenden Publikum und vor allem mit dieser absolut fernsehreifen Gesprächsrunde!“ Das Publikum dankte es allen Beteiligten mit anhaltendem Beifall.

Willy Blaßies
Vorsitzender
FDP Ortsverband Erkrath

Presseartikel zur EURO-Veranstaltungin der Rheinischen Post vom 29.10.2011

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